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 Do you believe in Magic ?

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Clana
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BeitragThema: Re: Do you believe in Magic ?   So März 27, 2011 2:27 pm

WinchesterAngel schrieb:
Clana schrieb:
Sie
ist ne Hexe BESTE cat hihi

und man Sam ein halber Dämon hihi oder so änlisch ich liebe es so spnnden gemacht und ich mag es einfach burn ohhhh

haha danke <3 heart


immmer wieder gerne Smile
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Clana
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BeitragThema: Re: Do you believe in Magic ?   So März 27, 2011 7:35 pm

damon Smile Smile Smile Smile Smile armer bobby man Mad super hihi

freu mich auf 9
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WinchesterAngel
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BeitragThema: Kapitel 9   Mo März 28, 2011 12:03 pm

Sam stöhnte auf. Das nachtkalte Metall des Querpfeilers schnitt schmerzhaft in seine Handflächen. Es kostete ihn eine enorme Kraftanstrengung, sich selbst an der Metallstrebe hochzustemmen. Keuchend tastete er mit dem rechten Bein nach einem sicheren Halt, dann klammerte er sich an das Brückengeländer und hatte endlich wieder festen Boden unter den Füßen.
Sam hatte das Glück gehabt nach dem Hechtsprung über das Geländer einen Halt an der Brücke zu finden. Sonst wäre er wie sein Bruder in den Fluss gestürzt. Bobby hatte er überhaupt nicht gesehen, wahrscheinlich ist er aber auch in das Wasser gestürzt.
Dean. Bobby.
Sam blickte in den reißenden Fluss unter ihm. Es war ein Sprung von mindestens zehn Metern gewesen.
„Dean! Bobby!“, rief er in die Tiefe.
Keine Antwort, nur das gleichgültige Rauschen des Flusses. Dann sah Sam einen Schatten, der sich mühsam an das Kiesufer schleppte.
„Was denn?“, klang es wütend und mürrisch von unten herauf.
Sam fiel ein Stein vom Herzen. Dean lebte, und seinem Tonfall nach zu urteilen ging es ihm gut. Aber wo war Bobby?
Er suchte den Fluss ab, doch keine Spur. Er hoffte, dass Bobby nur ein wenig weiter ans Ufer gelangt ist.
„Bist du in Ordnung?“, rief er zu Dean in die Tiefe. Dean ließ sich in den Kies fallen. „Alles supergut“, keuchte er.
Sam lachte erleichtert auf. Dann kletterte er endgültig in Sicherheit und wartete, bis sein Bruder die Auffahrt der Brücke entlanggeschlurft kam. Er war klatschnass und über und über mit Schlamm bedeckt. Er stapfte zu seinem Baby und stieg ein.
Sam folgte ihm und saß sich in den Beifahrersessel. „Und was machen wir jetzt?“, fragte Dean. „Auf Bobby warten!“, antwortete Sam. Dean sah Sam mürrisch an. „Wieso? Ich muss mich duschen!“, knurrte er. Sam lachte. „Da hast du Recht. Du stinkst wie ein Klo. Aber wir müssen trotzdem warten.“ Dean verschränkte die Arme und meinte: „Ich habe ihn gar nicht ins Wasser springen gesehen.“ „Das ist es ja. Ich auch nicht.“, antwortete Sam mit besorgter Stimme. Eine Weile war es sehr still. Beide waren in ihren eigenen Gedanken versunken.
Plötzlich unterbrach ein Lachen die Stille. Sam und Dean drehten sich beide in ihren Sitzen herum und erblickten eine Gestalt am anderen Ende der Brücke. Schnell stiegen sie aus den Wagen und zückten ihre Pistolen, die sie immer bei sich trugen.
„Na na. Ihr wollt mich doch nicht erschießen.“, sagte die Stimme belustigt. Er stemmte die Hände in die Hüften und lachte die beiden Jäger aus.
„Hey, was gibst da zum Lachen, du Witzbold?“, fragte Dean gereizt.
„Viel. Über eure Dummheit zum Beispiel. Hmm…eure Zuversicht, dass Ashley Parker nichts passiert, solange ihr in ihrer Nähe seit oder über eure wie soll ich es ausdrücken… sagen wir so ihr habt noch nicht einmal bemerkt, dass Bobby Singer in der Gewalt von Jesse ist.“ Er schnaubte verächtlich.
Dean stutzte. „Woher willst du das wissen?“, fragte er misstrauisch.
Wieder erschallte sein Lachen. „Ihr seid so lustig.“ Er hielt sich den Bauch vor Lachen.
Dean und Sam sahen sich verwirrt an. „Der gehört in die Klapse!“, flüsterte Dean Sam zu. Sam nickte zustimmend.
Das Lachen brach ab. „Das habe ich gehört!“, knurrte der Fremde wütend.
Plötzlich wurden die Beiden von den Füßen gerissen und flogen ein paar Meter. Sie landeten unsanft auf dem Boden. Beide stöhnten vor Schmerzen auf.
Dean hatte sich bei der Landung einen spitzen Stein in die linke Schulter gebohrt. Blut floss aus seiner Wunde. Er hielt sich seine Schulter und fluchte: „Du Mistkerl. Fahr zur Hölle.“
Der Unbekannte schritt auf Dean zu und beugte sich über ihn.
Er lächelte. „Mhm da war ich leider schon. Tut mir echt leid.“ Dean sah dem Fremden ins Gesicht konnte aber nur unscharf die Konturen des Angreifers erkennen. Es war einfach zu dunkel und hinzu kam das ihm schwindelte, wegen den starken Schmerzen.
Der Mann hob die Waffen der beiden Jäger, die sie bei seinem Angriff verloren hatten, auf und begutachtete sie von beiden Seiten.
„Super Waffen, die kann ich gut gebrauchen.“ Er lächelte und steckte die Waffen ein.
Er sah die beiden an und fragte: „Was soll ich jetzt nur mit euch machen?“
Er überlegte und grinste: „Dean, dich könnte ich entsorgen. Du hast keine Verwendung für meinen Auftrag. Aber dich Sam braucht mein Auftraggeber.“
Er sah siegessicher zu Sam und musste feststellen, dass der nicht mehr dort war.
Sam schlich sich lautlos von hinten an dem Fremden an. „Du brauchst dich überhaupt nicht anschleichen, Sammy!“ Der Mann drehte sich um und lachte über Sams verdutztes Gesicht.
„Nenn mich nicht Sammy. Das darf nur mein Bruder!“, stieß Sam wütend hervor.
Der Fremde seufzte. „Das macht überhaupt keinen Spaß. Ihr zwei seid so lahm heute. Ich hab was anderes von euch gehört und hab mich schon gefreut gegen euch anzutreten, aber ihr enttäuscht mich.“
Sam schnaubte verächtlich. „Wer bist du überhaupt?“
„Meinen Namen kann ich nicht verraten. Aber einst kann ich dir sagen. Niemand, wirklich niemand hat mich je besiegt. Auch die besten Jäger nicht. Eins kann ich dir verraten ein Vampir bin ich nicht, obwohl ich im Auftrag eines bin.“
Er grinste und zückte ein Messer. „Wenn ich bitten darf. Ich brauch dein Blut. Machen wir es kurz und schmerzlos.“
Jetzt lachte Sam. „Vergiss es. Du stehst im Auftrag von Jesse, nicht wahr?“
Der Fremde pfiff anerkennend. „Endlich bist du drauf gekommen. Eine Glanzleistung Winchester. Aber mach es mir nicht unnötig schwer. Du verlierst sowieso. Egal ob dich wehrst.“ Er setzte wieder sein grinsen auf und machte einen Schritt auf Sam zu.
„Tja, wenn du das meinst.“ Sam lächelte und schüttete dem Fremden blitzschnell eine Flüssigkeit aufs Hemd. Feiner Rauch stieg auf und die Augen des Mannes wurden pechschwarz.
Sam stockte der Atem. „Doch ein Dämon. Ich hab es mir schon gedacht.“
Der Unbekannte hob den Zeigefinger und knurrte: „Also das hätte ich nicht getan.“
Er sprang auf Sam zu, der gerade noch ausweichen konnte. Er zog blitzschnell eine Pistole, die er sich zuvor angeeignet hatte, doch er war nicht schnell genug. Er wurde von dem Fremden zu Boden geschleudert.
Der Dämon zog rasend vor Wut das Messer und wollte Sam die Kehle durchschneiden. Als er plötzlich innehielt und horchte.
Er knurrte: „Nächstes Mal kommst du mir nicht so leicht davon.“ Und verschwand.
Sam atmete erleichtert auf und verharrte ein paar Augenblicke so. Dann stand er auf und sah nach seinem Bruder.
Der lag bewusstlos am Boden und regte sich nicht mehr.
Sam rüttelte ihn und rief: „Dean? Dean! Wach auf.“
Doch er rührte sich nicht und so fasste Sam den Entschluss seinen verletzten Bruder ins Motel zu bringen.
Er stemmte ihn hoch und keuchte. Er war ganz schön schwer. Mit größter Anstrengung und Verbissenheit schaffte er es dann doch und legte Dean auf den Rücksitz des Impala.
Er selbst saß sich auf den Fahrersitz und gab Gas.
„Halte durch, Dean!“




Nach der Schule stand ich vor dem Fenster und beobachtete gegenüber einen Umzug. Eigentlich träumte ich von Damon. Heute war er schon wieder so lieb. Ein bisschen müde wirkte er. Trotzdem er ist und bleibt einfach der coolste Junge an der Schule.
Meine beiden Freunde habe ich aber deswegen nicht vergessen. Ich habe des Öfteren versucht Sam oder Dean zu erreichen, doch ihr Handy war immer abgeschaltet. So langsam machte ich mir schon Sorgen um die beiden. Die beiden waren ja total besessen den Vampir und seine Gang zu finden. Ich wollte, dass zwar auch wegen Jeremy, war aber doch nicht so mutig die Sache selbst in die Hand zu nehmen.
Ich seufzte und umklammerte Mooncrystal. Ich konnte mich noch immer nicht mit den Gedanken anfreunden, dass ich eine Hexe bin. Bis jetzt habe ich noch nichts gemerkt. Bobby hat gesagt ich soll es selbst herausfinden, aber ich schaffe das nicht allein.
Ich öffnete das Fenster. Frische Luft wehte in mein Zimmer. So langsam wurde es warm. Bald würde der Frühling kommen. Ich lächelte und zog die frische Luft tief ein. Dann sah ich wieder zu dem Haus gegenüber von uns.
Gerade stieg ein Mädchen aus dem LKW, sie war ungefähr in meinem Alter, und schleppte eine große Kiste ins Haus.
Ich überlegte nicht lange und ging raus, um unseren neuen Nachbarn hallo zu sagen und ihnen meine Hilfe anzubieten.
Drüben angekommen wich ich den Helfern aus und schlängelte mich nach vorne zur Haustür. Sie stand offen, doch ich traute mich nicht einfach so hineinzuplatzen.
Deshalb suchte ich die Klingel.
Gerade als ich sie gefunden hätte ertönte eine helle Stimme hinter mir.
„Hallo. Wer bist du?“ Ich drehte mich um und sah in das Gesicht des Mädchens, dass ich zuvor vom Fenster aus gesehen hatte. Ich setzte mein freundlichstes Lächeln auf und stellte mich vor: „Hi. Ich heiße Ashley Parker und wohne gegenüber von euch. Ich wollte nur kurz hallo sagen und fragen, ob ihr vielleicht noch zwei Hände gebrauchen könntet?“ Das Mädchen lächelte mich an und nickte: „Na klar. Echt nett von dir. Ich heiße Nicole Black und komme aus L.A.“ „Cool. Wieso seit ihr dann hierher gezogen?“, fragte ich etwas verwundert. Niemand würde doch von Los Angeles in diese kleine Stadt ziehen.
Sie senkte betrübt den Kopf. „Meine Mum ist leider vor zwei Monaten gestorben und mein Vater wollte nur noch so weit wie möglich weg.“, erzählte mit schwerer Stimme. „Oh. Das tut mir leid!“, entgegnete ich traurig. Ich wusste wie das war, einen geliebten Menschen zu verlieren.
Nicole lächelte und ihre Miene hellte sich wieder auf. „Du bist echt nett. Wollen wir Freundinnen sein?“ Ich musste lächeln. Ich nickte und zusammen halfen wir die Umzugskartons in das Haus zu schleppen.
Es dauerte bis in die späten Abendstunden bis endlich alles eingeräumt war.
Nicole und ich saßen in ihrem zukünftigen Zimmer und versuchten ihr Bett aufzubauen. Nicole quasselte die ganze Zeit und ich wunderte mich immer, wo sie die ganze Luft herbekam.
Während ich mir die Bauanleitung ansah, erzählte sie mir von ihrem Pferd.
„Ich hab ein Pferd, einen Hengst. Er heißt Sturmwind und ist genauso wie sein Name ihn beschreibt. Ich habe schon viele Medaillen gewonnen und Pokale. Sagen wir so, ich gehöre zu den Besten. Ich liebe die Natur und reite jeden Tag. Einmal da bin ich vom Weg abgekommen und hab mich total verirrt. Ich bin in totaler Panik ausgebrochen. Aber mein Liebling hat mich wieder wohlbehalten zurückgebracht. Heute bevor du gekommen bist bin ich auch ausgeritten und habe eine alte unheimliche und verfallene Hütte gefunden. Sie stand ganz verlassen auf einen Hügel. Mein Kleiner ist total durchgedreht. Ich glaube in der Hütte spukts. Weißt du ich glaube nämlich an Geister. Ich hab schon mal ein Gespenst gesehen.“
Sie wartete mit glänzenden Augen. Ich sah sie lächeln an und fragte meine Ungläubigkeit vortäuschend: „Wirklich. Ich dachte wo etwas gibt es gar nicht. Nici erzähl weiter.“
Dass ließ sie sich nicht zweimal sagen und erzählte ununterbrochen von ihrer Begegnung mit dem Geist.
„Also, dass ist gar nicht so lange her. Das war sogar hier. Ich war auf dem Friedhof, denn ich wollte den mir mal ansehen. Als ich so durch die Gänge streifte, hörte ich plötzlich ein Jammer.“ Sie machte eine Pause. Ich lächelte ihr zu und sie erzählte weiter.
„Erst dachte ich, Nicole du spinnst. Doch als ich so weiterging hörte ich das Klagen wieder, diesmal lauter. Es klang nach einem Jungen. Er schluchzte und sagte immer wieder: ‚Warum nur? Ich muss sie doch beschützen. Warum nur? Ich muss sie doch beschützen.’“ Wieder machte sie eine Pause, aber diesmal war ich echt neugierig. So was konnte sie sich doch nicht ausdenken. Ich legte die Anleitung weg und sah meine neue Freundin neugierig an. „Komm erzähl weiter“; forderte ich sie ungeduldig auf. Sie grinste und fuhr fort, während sie ihr Bett aufbaute.
„Ich folgte der Stimme. Plötzlich sah ich einen Jungen, der über ein Grab gebeugt auf den Knien lag und seinen Kopf in seinen Händen vergrub. Er war echt ein Hingucker. Er hatte blonde, gestylte Haare, einen leicht muskulösen Körper. Ich hatte echt Mitleid mit ihm. Ich ging auf ihn zu und wollte ihn trösten. Plötzlich drehte er sich um und sah mich erschrocken an, dann löste er sich vor meinen Augen auf.“ „Welche Augenfarbe hatte er?“, unterbrach ich sie. „Ähm ich denke blaue Augen, bin mir aber nicht sicher.“ „Dunkel oder hell?“, bohrte ich weiter. Nicole sah mich fragend an beantwortete aber meine Frage: „Dunkelblau. Wieso willst du das Wissen?“ Ich hielt den Atem an und starrte sie mit weit aufgerissenen Augen an. Nicole sah mich besorgte an und rüttelte mich. „Ash was ist denn los?“ Ich schüttelte den Kopf und antwortete: „Ach nichts. Erzähl weiter.“ Sie sah mich noch einmal besorgt an dann erzählte sie zu Ende.
„Zuerst war ich total geschockt, genau wie du gerade. Aber ich riss mich zusammen und schritt auf das Grab zu. Ich wollte unbedingt wissen, wegen wem er so weinte. Doch anstatt einem Mädchennamen fand ich einen Jungennamen. Er lautete Jeremy Stone.“
Das war zu viel. Mir wurde es schwarz vor Augen. Das gibt es doch nicht. Was machte er denn noch hier. Er müsste doch schon längst fort sein.
„Ashley? Ashley! Komm schon, hör auf mit dem Scheiß!“ Sie gab mir eine Ohrfeige. Das schwarz verschwand und ich konnte wieder klar denken. „Danke!“, sagte ich.
Sie starrte mich an und meinte: „Äh…kein Problem.“ Sie baute das Bett fertig und holte die Matratze. „Hilfst du mir bitte?“ Ich nickte und stand auf. Gemeinsam hievten wir die Matratze auf das Bett. Jetzt fehlten nur noch das Laken und die Bettwäsche.
Kurze Zeit später lagen wir auf dem bequemen Bett. „Ashley?“ „Hmm?“, fragte ich etwas müde. Sie stützte sich auf ihre Ellbogen und sah mir ins Gesicht. „Was war eigentlich vorher los?“ Ich schluckte, sollte ich ihr von Jeremy erzählen? Ich überlegte lange, erzählte aber dann doch von ihm. Doch ich ließ den Vampir aus. Das würde sie mir sowieso nicht glauben. Nicole kuschelte sich an mich und drückte mich tröstend. „Keine Sorge. Jetzt hast du mich. Ich werde dich schon wieder aufmuntern. Ach ja. Morgen gehst du mit mir reiten, okay?“ „WAS!?“, entfuhr es mir erschrocken. Erstens ich konnte nicht reiten, zweitens ich konnte noch nie etwas mit Pferden anfangen und drittens Pferde hassen mich, ich habe keine Ahnung weshalb, aber das ist so! „Du reitest morgen mit mir!“, wiederholte sie. Sie sah mich forschend an und fragte: „Oder hast du keine Lust.“ „Ähm…, begann ich. Aber Nicole machte so ein trauriges Gesicht, dass ich nicht ablehnen konnte. „Ok“, stimmte ich zu. „Aber ich warne dich, Pferde hassen mich und ich kann nicht reiten.“ „Ach reiten kann ich dir beibringen und das andere bildest du dir nur ein.“ Ich lächelte gezwungen. „Du bist die beste Freundin, die ich je hatte“, sagte sie zu mir und schlief ein. Ich konnte mich nicht rühren. Keine Chance nach Hause zu gehen. Zum Glück war Jenny bei Beth. Aber das Dumme war ich konnte nicht einmal das Licht ausschalten. Ich dachte angestrengt nach. Ich war doch eine Hexe, oder? Ich sah den Lichtschalter an und konzentrierte mich.
Plötzlich ging das Licht aus. Zufrieden schlief ich ein.
Beim Motel angelangt schleppte Sam seinen Bruder hinein und lag ihn auf das Bett. Seine Stirn war sehr heiß und die Blutung hatte noch immer nicht aufgehört. Das erste was Sam machte war die Wunde freizulegen und zu versuchen die Blutung zu Stillen. Er verbrauchte eine Menge Mullbindung, doch wenigstens war die Blutung gestoppt.
Er fühlte Deans Stirn. Wahrscheinlich hatte er Fieber. Sam stand schnell auf und holte einen kühlen Lappen. Er legte ihn auf seine Stirn und wartete. Doch Dean regte sich immer noch nicht.
Dieser Dämon musste ihn wohl übelst erwischt haben.
Er stützte verzweifelt den Kopf in seine Hände. Erst wurde Bobby entführt. Dann wurde Dean angegriffen und fast getötet.
Was kam als nächstes?
Er blickte hoch und starrte seinen Bruder an. Wäre Dad hier, er wüsste was zu tun wäre.
Aber das ging jetzt nicht mehr.
Einen ganzen Tag versuchte er Deans Fieber zu senken. Doch es half nichts. Es wurde nur noch schlimmer.
Dann beschloss er es wäre das beste Dean ins Krankenhaus zu bringen.
Er holte sein Handy und wählte die Nummer des Hospitals. Kurze Zeit später antwortete eine freundliche Frau.
„Ja?“
„Ähm…hallo hier ist Sam Winchester. Meinen Bruder geht’s es total schlecht. Ich brauche einen Krankenwagen.“
Die Schwester, die an Sams Stimme den Ernst der Lage erkannte, versprach so schnell wie möglich einen zu schicken.
Ein paar Minuten später hievten die Notärzte den immer noch bewusstlosen Dean auf eine Trage und trugen ihn in den Wagen.
Sam folgte ihnen und fuhr zum Krankenhaus mit.


„Die Lage Ihres Bruders ist stabil. Er wird in zwei Tagen wieder auf den Beinen sein.“, erklärte die Schwester dem besorgten Sam.
„Danke. Kann ich ihn besuchen?“ „Natürlich. Er müsste jetzt wach sein. Er hatte noch Glück gehabt.“ Sam lächelte dankbar und machte sich auf den Weg zu seinem Bruder.
„Sammy!“, begrüßte Dean ihn.
„Dean! Ich bin so froh, dass es dir gut geht.“
„Ich erst. Aber so schnell kriegen die mich nicht los. Hast du ihm den Garaus gemacht?“
Sam senkte den Kopf und schüttelte den Kopf.
„Wieso denn nicht?“
„Dean. Er war ein Dämon, einer der stärksten. Er wollte mich ebenfalls töten, ließ aber nur durch einen Zufall von mir ab. Ich habe es versucht, ehrlich!“
Dean sah seinen kleinen Bruder eine Weile an und nickte dann schließlich.
„Ich werfe dir nichts vor Sam. Ich bin froh, dass es dir gut geht.“
Sam lächelte seinen Bruder an und erzählte ihm was der Dämon ihm erzählt hatte.



„Dann steht er also im Auftrag von Jesse.“, sagte Dean. Sam nickte. „So ist es.“
„Hast du wenigstens erkannt wie er aussah.“ Sam verneinte. „Tut mir leid. Aber es war einfach zu dunkel. Aber wir wissen, wie sich seine Stimme anhört, vielleicht erkennen wir ihn daran wieder?“ „Stimmt. Ich denke, dass nächste was er vorhat, wäre…“ „Ashley“, beendete Sam den Satz. „Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht.“
Die Tür wurde geöffnet und eine Krankenschwester kam herein.
„Der Patient braucht jetzt seine Ruhe. Sie müssen bitte gehen.“
Sam nickte und stand auf. „Ich werde später wieder kommen.“ Er verabschiedete sich und machte sich auf dem Weg zum Motel.
Auf dem Weg dorthin kam er an einer Pizzeria vorbei, dort stand ein junger Mann und wartete offensichtlich auf jemanden.
Sam sah genauer hin, irgendwie kam er ihm bekannt vor. Der Kerl sah zu ihm.
Plötzlich setzte er sich in Bewegung und stieg in ein schwarzes Auto ein.
Sam sah dem Auto lange Zeit misstrauisch nach und merkte sich vorsichtshalber die Kennnummer.
Dann ging er weiter.
Beim Motel angelangt, grübelte er lange vor sich hin. Der Mann vor der Pizzeria wollte ihm einfach nicht aus dem Kopf gehen. Irgendwoher kannte er ihn, aber es wollte ihm einfach nicht einfallen.
So langsam wurde ihm das zu blöd. Er holte sich seinen Laptop und surfte ihm Internet. Aber das machte er auch nicht lange. Ihm war langweilig ohne Dean war es so still.
Er zog sein Handy heraus und wählte Ashleys Nummer. Eine junge Stimme meldete sich, die definitiv Ashley Stimme nicht war.
„Hallo?“
„Ähm…du bist nicht Ashley!“
„Nein, ich heiße Beth. Wer bist du?“
„Oh ich heiße Sam und bin ein Freund von Ashley.“
„Ashley ist meine große Schwester.“
„Toll ist sie hier?“
„Nein, die ist mit einer Freundin ausgeritten.“
„Oh, dann melde ich mich später wieder. Tschüss.“
„Tschau.“
Plötzlich durchzuckte ihn ein Gedanke. Der Mann vor der Pizzeria sah genauso aus, wie der der sie gestern angegriffen hatte.



Am nächsten Tag fuhren Nicole und ich zum Hof, wo ihr Hengst untergestellt worden ist.
Zusammen stiegen wir aus und verabschiedeten uns von ihren Eltern. Nicole nahm mich an der Hand und führte mich zu den Ställen. „Also, das ist Sturmwind.“, präsentierte sie stolz einen Schimmel. Ehrlich gesagt war das schon ein schönes Pferd, doch als er mich sah legte er die die Ohren an.
Ich hab es gewusst, er hasst mich. Selbst Nicole hatte das bemerkt und meinte entschuldigend: „Sorry, er kennt dich noch nicht. Normalerweise ist er ganz lieb.“ Sie öffnete die Tür und holte ihr Tier heraus. Ich wich ein wenig zurück, um einen Sicherabstand zu haben, falls dem Pferd einfällt mich anzugreifen. Nicole musste über meine Vorsicht lachen.
„Ich find das nicht witzig“, murrte ich und verschränkte die Arme. Sie hielt sich eine Hand vor dem Mund und versuchte ihr Kichern zu unterdrücken.
Kurze Augenblicke später hatte sie ihr Pferd gesattelt und ein Pferd für mich gefunden. Cookie hieß die Stute, doch mögen tat sie mich genauso wenig wie Sturmwind. Das kann ja heiter werden.
Mit größter Mühe versuchte Nicole mir das Reiten beizubringen. Ich wurde immer wieder abgeworfen und handelte mir so viele blaue Flecken ein. Doch nach ein paar Stunden war ich so weit, dass ich mich auf dem Pferd halten konnte und wenigstens vorwärts kam.
Nicole atmete erleichtert auf und rief mir zu. „Das sieht doch schon toll aus. Ich denke wir können jetzt ausreiten. Ich lächelte ihr zu und war kurz unaufmerksam und schon lag ich wieder im Dreck. Ich stöhnte frustriert. „Ja ich denke auch wir können ausreiten.“
Während Nicole im Sattel ihres Schimmels dahinpreschte wie ein Champion, fühlte ich mich irgendwie fehl am Platz. Die Stute warf mich zwar nicht mehr ab, doch ich konnte deutlich ihre Abneigung spüren. Ihre Mähne und der Schweif wehten wie seidene Schleier im Wind. Mit unbändiger Kraft stürmte die Stute voran, als wolle sie mit den Falken mithalten, die die milde Luft des Nachmittags auf der Jagd nach Beute durchmaßen. Ich klammerte mich verkrampft an die Zügel und an ihrem Hals. Nicole sah zu mir nach hinten und gab mir einen Rat. „Ashley verkrampf dich nicht so, bleib locker. Du musst ihr zeigen, dass du der Boss bist und keine Angst vor ihr hast. Sie wird dich nicht abwerfen. Lass ihr einfach freie Zügel.“ Nur widerwillig saß ich mich wieder aufrecht und versuchte mich zu lockern. Nach einigen Versuchen gelang es mir. Ich lockerte die Zügel und musste feststellen, dass es doch nicht so schlimm war. Die Umgebung raste an mir vorbei wie ein unscharfer Film, so rasch durchquerten wir die hügelige Landschaft. Die Wiesen und Felder glichen einem verwaschenen, braungrünen Flickenteppich, aus denen die Wäldchen und Hecken, deren Laub so langsam grün wurde, wie verschwommene kleine Inseln emporragten.
Ich kann nicht sagen, wie lange wir schon unterwegs waren – wenige Minuten erst oder schon mehr als eine Stunde. Cookie und Sturmwind zeigten jedenfalls noch keinerlei Spuren von Ermüdung. Als wären wir federleicht, galoppierten sie scheinbar mühelos mit dem Wind dahin.
Ich hing unbeschwert meinen Gedanken nach.
Das Schnauben der Pferde riss mich aus meinen Gedanken. Cookie und Sturmwind waren in einen leichten Trab gefallen und liefen nun über verstepptes Brachland dahin, auf dem hohe Gräser und Wildblumen wucherten und das auf beiden Seiten von lichten Hainen gesäumt war.
„Wir kommen bald zu dieser Hütte, von der ich dir gestern erzählt habe“, sagte Nicole. Cookie trabte neben ihrem Hengst. Ich blickte mich verwundert um. „Ehrlich gesagt, hier ich noch nie!“ Nici lächelte und meinte: „Wir bleiben eh nicht lange. Ich wollte dir nur kurz die alte Hütte zeigen.
Die Sonne stand bereits tief am wolkenlosen Februarhimmel, sodass ich unwillkürlich auf meine Armbanduhr blickte. Ich erschrak: Schon so spät! Wir mussten unbedingt schleunigst umkehren und zurückreiten. In einer halben Stunde wollte ich mit Damon vor der Pizzeria treffen. Heute in der Früh hatte er mich angerufen und mich zu einer Pizza eingeladen.
Nicole bemerkte meine Unruhe und fragte: „Was ist los?“ „Ich muss in einer halben Stunde wieder zu Hause sein.“ Nicole lächelte und nickte: „Ok, aber das dauert nicht lange, bitte.“ Sie setzte wieder ihren Hundeblick auf und so willigte ich dann doch schließlich ein.
Wir zügelten unsere Pferde und befanden uns am Fuß einer kegelförmigen Kuppe.
„Ich hab im Internet ein bisschen recherchiert und habe herausgefunden, dass diese Kuppe, die „Teufelskuppe“ genannt wird“, plapperte sie drauflos. Sie zeigte nach oben und sagte: „Dort oben ist die alte Hütte.“ Ich sah in die Richtung und sah die kleine Hütte.
Das düstere Gebäude war mir irgendwie unheimlich. Aus dem Haus stieg eine deutlich sichtbare Rauchfahne aus dem Schornstein in den Himmel auf.
„Lass uns lieber umkehren!“, flehte ich Nicole an. „Komisch gestern hat noch keiner drin gewohnt.“ Sie runzelte die Stirn und trieb Sturmwind mit leichtem Schenkeldruck an, um näher heranzukommen. Ich folgte ihr widerwillig. Schließlich konnte ich sie nicht einfach allein lassen. Schon kurze Zeit später hatten wir den Zaun erreicht, der das weitläufige Gelände umgrenzte. Er bestand aus dicken Metallstäben, die im Laufe der Jahre Rost angesetzt hatten. Sie waren übermannhoch und wurden von dolchähnlichen Spitzen gekrönt, die offensichtlich Eindringlinge abschrecken sollten. Hinter dem Zaun stand eine lichte Reihe alter Bäume – Eichen, Buchen und Ahorn. Als Nicole und ich durch die Baumstämme spähten, um einen Blick auf das alte Gemäuer zu erhaschen, stieg mir mit einem Mal ein seltsamer Geruch in die Nase.
Es roch nach Schwefel!
Ängstlich blickte ich mich um: War etwa ein Dämon in der Nähe?
Auch Cookie schien der scharfe Gestank nicht entgangen zu sein, denn sie schnaubte ungehalten und begann unruhig zu tänzeln.
„Ruhig, Cookie, ganz ruhig!“, flüsterte ich der Stute ins Ohr, während ich ihren Hals tätschelte. Auch Sturmwind war ungehalten und Nicole hatte größte Mühe ihn zu beruhigen.
Was bei ihr klappte, funktionierte bei mir nicht. Erneut schnaubte die Stute und machte Anstalten zu steigen.
„Ah…ruhig! Nicht doch! Lass das!“ „Halt dich fest, Ash!“, rief mir Nicole zu. „Ich habe nicht vor loszulassen“, entgegnete ich ihr
In diesem Augenblick hörte ich ein Knurren. Verwundert sah ich zum Haus – und erblickte einen Hund an der Vorderseite des Gemäuers. Er war pechschwarz und bedeutend größer als die meisten seiner Artgenossen.
Geradezu riesig!
Die rot glühenden Augen auf das uns gerichtet, kauerte das Tier auf den Treppen. Das glänzende Fell war gesträubt, und der Schwanz bewegte sich wie eine Schlange unruhig hin und her. Ein erneutes Knurren entblößte ein mächtiges Gebiss, das einem Wolf sehr stark glich.
Himmel! durchfuhr es mich angstvoll, als das Monster auch schon loslief und sprang, mit gefletschten Zähnen genau auf mich zu.
Im letzten Augenblick machte Cookie einen Sprung zur Seite, sodass der Angriff ins Leere ging. Das Ausweichmanöver kam für mich jedoch so überraschend, dass ich den Halt verlor und aus dem Sattel geschleudert wurde. Sterne explodierten vor meinen Augen, und der Schmerz fuhr mir wie ein heißes Messer in den Rücken, als ich hart auf den Boden prallte. Nicole schrie erschrocken auf und sagte irgendetwas, doch ich konnte sie nicht verstehen.
Der Hund jedoch war längst schon wieder auf allen vieren und griff bereits ein zweites Mal an. Wütend knurrend näherte sich das Biest mir, doch ich konnte mich nicht bewegen. Nicole versuchte die ganze Zeit, das Monster auf sich aufmerksam zu machen, doch er war auf mich fixiert.
Ich versuchte zurückzuweichen, doch es gelang mir nicht. Ich war immer noch wie gelähmt. Ich konnte nur die Hände abwehrend vor das Gesicht legen und auf den Angriff warten, als ich plötzlich Cookie wiehern hörte. Im selben Moment entfuhr dem Hund ein lauter Schmerzensschrei. Ein gewaltiger Huftritt hatte ihn an der Schulter getroffen und ihn meterweit durch die Luft gewirbelt.
Starr vor Entsetzen beobachtete ich und Nicole nun das sich überschlagende Tier. Ströme von Eiswasser liefen über meinen Rücken, und die Haare in meinem Nacken richteten sich auf, so entsetzlich hallte der schrille Klagelaut in meinen Ohren wider: Er klang nicht im Geringsten wie das Winseln eines Hundes. Sondern eher wie der Schrei…...
….eines wütenden Menschen!
Das unheimliche Biest hatte sein Gleichgewicht kaum wieder gefunden, als es mit großen Sätzen erneut angriff.
Zornig wiehernd stellte sich Cookie der Bestie entgegen. Das war das erste Mal, dass mich ein Pferd beschützte.
Der Hund bremste seinen Lauf, sprang blitzschnell über den Zaun, erklomm die Eiche und bewegte sich geschmeidig wie eine schwarze Mamba über den untersten Ast auf mich zu. Ehrlich gesagt habe ich noch nie einen Hund gesehen, der auf einen Baum geklettert ist. Auch Nicole beobachte das Tier überrascht.
Der Hund verharrte an einem Platz und beobachtete mich lauernd. Ein hämisches Grinsen verzerrte sein Gesicht zu einer Höllenfratze. Ich hatte totale Angst vor dem Vieh.
Die Bestie spannte die Muskeln, die sich deutlich unter dem Fell abzeichneten, und setzte zum Sprung an.
Ich wollte mich zu Seite werfen, während Cookie auf die Hinterbeine stieg, um den Angriff abzuwehren. Für den Bruchteil einer Sekunde war ich ungeschützt.
Der Hund nutzte diesen Augenblick. Mordgier funkelte in ihren Augen, als er auf mich zuflog.
Ich warf mich im letzten Moment herum und entging dadurch dem Gebiss nur um Haaresbreite.
Erneut setzte die Bestie zum Sprung an, da erklang ein Röhren hinter mir. Ich drehte mich um.
Ein schwarzes Auto brauste heran, bremste ab und ein Mann stieg heraus.
Es war Damon. Er hielt eine Pistole in der Hand und schoss auf den Hund. Der Hunde wich der Kugel aus, sprang über den Zaun und hetzte mit langen Sätzen den Hügel hinauf.
Damon rannte auf mich zu und half mir auf. „Ich hoffe dir ist nichts passiert.“ Ich sah ihn an und bedankte mich, dann betrachtete ich die Pistole: „Woher hast du die.“ Er sah kurz die Waffe an und steckte sie in seinen Hosenbund. „Ach die hab ich mir mal gekauft.“ Ungläubig sah ich ihn an, irgendwoher kannte ich die Pistole. Ich verwarf den Gedanken und war einfach nur froh, dass er hier war.
„Komm ich bring dich nach Hause.“ Er nahm meine Hand und zog mich Richtung Auto, doch ich wehrte mich. „Ich kann nicht. Was ist mit Nicole, wir können die Pferde nicht einfach alleine hier lassen.“ „Mach dir keine Sorgen, ich reite alleine zurück und nimm Cookie mit.“ Damon lächelte mich an und zog mich weiter. Doch ich löste mich von seinem Griff und entschuldigte mich. „Tut mir leid. Aber ich will meine Freundin nicht alleine lassen.“ „Ok, ich hab’s kapiert.“ Wütend stapfte er zu seinem Auto.
Traurig sah ich ihm hinterher. „Das hättest du nicht machen brauchen nur wegen mir. Jetzt ist er sauer.“ Ich sah Nicole an und meinte: „Ich weiß. Aber du bist meine beste Freundin. Männer kommen und gehen, aber beste Freunde bleiben ein Leben lang.“

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BeitragThema: Kapitel 10    Di März 29, 2011 8:49 pm

Die blonde Frau hinter dem Steuer schien es eilig zu haben. Sie starrte angestrengt auf die Landstraße, die wie eine endlose dunkle Schlange vor ihr lag, während sich ihre Finger um das Lenkrad krampften, und trat das Gaspedal bis zum Anschlag durch. Die Fahrbahn war nicht besonders breit und wand sich in engen Kurven und Kehren neben einer schmalen Wiese entlang. Links von der Straße kroch dichter Laubwald einen leicht ansteigenden Hügel empor. Die Baumwipfel hatte der Frühling grün gefärbt. Den rechten Straßenrand säumten vereinzelte Eichen, Buchen und Birken sowie dicht belaubte Sträucher, die hier und da von stacheligen Brombeergestrüpp überrankt waren: Weide, Haselnuss und Holunder.
Noch bis vor kurzem musste es hier geregnet haben, denn der Asphalt war schwarz vor Nässe. Der schlüpfrige Belag gleißte im Licht der tief stehenden Sonne des späten Nachmittags. Die Laubschatten der Bäume und Büsche, die wie eine Horde düsterer Truggestalten über die Straße dahinflogen, erschwerten die Sicht zusätzlich.
Die Frau allerdings schien das nicht zu stören. Mit unverminderter Geschwindigkeit raste sie auf die nächste Kurve zu, bremste erst dicht davor ab, um dann, kaum dass sie die Kehre mit quietschenden Reifen gemeistert hatte, erneut stark zu beschleunigen. Rasch nahm sie ihr schwarzes Handy aus ihrer Tasche im Fußraum, drückte die Wahlwiederholungstaste, hob es erwartungsvoll ans Ohr, nur um Momente später enttäuscht aufzustöhnen: „Joey, verdammt noch mal! Warum meldest du dich nicht?“
Der Teenager auf dem Beifahrersitz – sie hatte braune Haare und grüne Augen, trug einen roten Mantel und war niemand anderes als Ashley Parker – warf ihrer Mutter einen verwunderten Blick zu.
Die Frau bemerkte das gar nicht. Ihre Finger trommelten unruhig auf das Lenkrad, während sie den rechten Fuß auf das Gaspedal presste. „Jetzt mach schon!“, stöhnte sie, als könnte sie den betagten Motor dadurch zu größerer Leistung anspornen.
Ashley zog kurz die Brauen hoch, bevor sie sich abwandte und die Nase gegen die Seitenscheibe drückte. Gelangweilt starrte sie auf das silbrige Band des Baches, der munter durch das Tal dahinfloss und ebenso viele Schleifen hatte wie die Straße, die ihn über weite Strecken begleitete.
Nachdem der rote VW Käfer um die nächste Kurve geschlittert war – wieder quietschten die Reifen wie aus Protest über das irrwitzige Tempo gequält auf -, öffnete sich das Tal zu einem weitläufigen, beinahe kreisrunden Kessel, der fast vollständig von einem See bedeckt war – dem Nebelsee, so wurde er genannt. Das jenseitige Ufer war flach und von einem breiten Schilfgürtel gesäumt, während das diesseitige dicht an der Straße steil abfiel.
Ashley blinzelte und starrte wortlos auf die spiegelglatte Wasseroberfläche, die sich gut drei Meter unterhalb des Autos erstreckte. Sie glitzerte im Licht der milden Märzsonne. Goldene Lichtreflexe tanzten darauf, als hätten sich gleich mehrere Elfenvölker zu einem spätnachmittäglichen Ringelreihen verabredet. Ashley beobachtete das Spektakel und bemerkte etwas. Für kurze Zeit hatte sie etwas an dem kleinen Auto vorbeirasen gesehen. „Was war denn das?“, fragte sie verwundert. Celine Parker blickte hektisch zur Seite. „Was denn?“
„Irgendwie ist da etwas vorbeigelaufen, doch das war so schnell, ich konnte überhaupt nicht erkennen was es war“, erklärte Ash.
Celine Parker spähte zur Seite – die nächste Kurve war noch ein gutes Stück entfernt – auf die Fahrbahn. Doch da war nichts Ungewöhnliches oder schnelles. Nach einem erneuten Blick auf die Straße vor ihr schaute sie die Tochter verwundert an. „Tut mir leid, Ashley, aber ich habe keine Ahnung, was du meinst. Ich sehe nichts!“
Ashley verschränkte die Arme und murmelte: „Ist ja wohl klar. Es war ja auch schnell.“
„Ja was denn?“ Die Mutter klang genervt.
„Das weiß ich doch nicht“, begann Ashley. „Hast du nicht zugehört? Es war zu schnell!“
„Nicht in diesen Ton, Fräulein!“ Celine Parker sah ihre Tochter streng an.
„Entschuldigung“, erwiderte Ashley. Ihre Mutter seufzte.
„Manchmal kannst du einem schon den letzten Nerv – “
In diesem Moment sah sie einen großen schwarzen Hund und einen Mann, komplett in Schwarz gekleidet.
Die beiden standen mit einem Mal mitten auf der Fahrbahn.
„Neeinnn!“, schrie Celine auf, während sie vom Gas ging und mit aller Gewalt auf die Bremse trat. Doch es tat sich nichts. Der rote Käfer schoss mit unverminderter Geschwindigkeit auf die beiden zu, die regungslos an Ort und Stelle verharrten und das Auto unverwandt anstarrten, insbesondere Ashley Parker. Ashleys Augen wurden groß vor Verwunderung.
„Damon?“, flüsterte sie überrascht.
Damon und dieses Biest, dass Ashley erst vor kurzem aus heiterem Himmel angegriffen hatte, befanden sich noch höchstens zwanzig Meter vom Auto entfernt!
Noch fünfzehn!
Zehn!
„Halte dich fest, Ashley!“, schrie Celine Parker, während sie das Lenkrad reflexartig nach rechts riss, um die Kollision mit den beiden zu vermeiden.
Durch die plötzliche Richtungsänderung wurde Ashley wie von einer Riesenfaust in den Gurt gepresst.
Das Heck des Wagens brach aus, und das Auto geriet ins Schleudern. Verzweifelt versuchte Celine gegenzulenken und das Gefährt auf der Fahrbahn zu halten, doch es half alles nichts.
Sie verlor die Kontrolle über den Wagen, der nun im wilden Zickzack über den unbefestigten Seitenstreifen schlingerte, nur um Haaresbreite am Stamm einer wuchtigen Eiche vorbeischrammte, einen Weidenbusch streifte und dann direkt auf das Steilufer zuraste. Für einen Moment sah es so aus, als das Fahrzeug umkippen, wurde dann jedoch in die Luft katapultiert. Gleich einen überdimensionalen Marienkäfer segelte es mehrere Meter weit, bevor es mit einem lauten Aufklatschen im Wasser landete. Obwohl die Ereignisse wie in Zeitlupe vor Ashleys Augen abzulaufen schienen, war alles so schnell gegangen, dass sie keine Zeit gehabt hatte zu schreien. Überraschenderweise verspürte sie nicht den geringsten Schmerz. Sie hatte den Unfall offensichtlich heil überstanden.
Ihre Mutter dagegen wirkte leicht benommen. Die Hände immer noch um das Lenkrad gekrampft, saß sie reglos wie eine Puppe auf dem Fahrersitz und starrte mit aufgerissenen Augen durch die Windschutzscheibe aufs Wasser, durch das der Wagen, noch immer angetrieben von der Wuchte des mächtigen Satzes dahinglitt. Der See musste an dieser Stelle, rund zwanzig Meter vom Ufer entfernt, schon recht tief sein, und das Auto begann rasch zu sinken. Bald reichte das Wasser bis zum Radkasten des Käfers und drang mit aller Macht durch die Ritzen der Autotüren. Der Innenraum füllte sich so rasch, dass das Wasser Ashley schon nach wenigen Augenblicken bis zur Mitte der Waden reichte. Ashley warf einen verzweifelten Blick zu ihrer Mutter und rüttelte sie. „Mum, wach auf!“, rief sie voller Angst.

Derweil stand Damon oben, neben sich den schwarzen Hund und betrachtete die Szene. Ein zufriedenes Lächeln zuckte über seinen Mund. „Es tut mir ja so leid, doch du hast mir keine andere Wahl gelassen. Er sah zu, wie der Wagen immer schneller sank. Plötzlich beugte er sich vor, da er etwas bemerkte. Im Wageninneren klopfte jemand an die Windschutzscheibe. Es war Ashley. Sie rief ihm etwas zu, was er trotz dieser Entfernung natürlich verstand. Sie bat um Hilfe. Wieso tat sie das?, fragte er sich selbst. Ich bin schuld an ihrem Unglück. Er lächelte bösartig und schüttelte den Kopf langsam.
Doch plötzlich erinnerte er sich an ihre gemeinsamen Stunden. Irgendwie hatte er sie gern, aber der Befehl seines echten Bosses lautete: „Vernichte die Hexe.“
Er beobachtete das geliebte Gesicht eine zeitlang.
Dann sprang er ins kalte Wasser.

Da erst kam Leben in Celine Parker. Zum Glück schien auch sie unverletzt zu sein. Jedenfalls konnte Ashley keine Wunden entdecken.
„Raus hier! Schnell“, herrschte Celine ihre Tochter an, während sie versuchte ihren Sicherheitsgurt zu lösen, doch er klemmte.
Ashley schüttelte den Kopf und meinte: „Ohne dich gehe ich nicht!“
„Hör auf damit. Bring dich in Sicherheit!“
Ashley beugte sich zu ihre Mutter und zerrte an dem Gurt, doch er wollte sich nicht lösen. Panik stieg in ihr hoch. Sie konnte doch ihre Mutter nicht in Stich lassen.
Plötzlich klopfte jemand an das Fenster neben Ashley. Sie schnellte herum und blickte in das grinsende Gesicht von Damon. Er versuchte durch Handbewegungen ihr klarzumachen das Fenster herunterzukurbeln, doch Ashley schüttelte entschieden den Kopf.
Ohne ihre Mutter ging sie nicht und überhaupt hatte er an dem Unfall Schuld. Damons Lächeln erstarb. Jetzt wollte er sie retten und jetzt war sie nicht einverstanden, verstehe jemand die Frauen. Celine sah ihre Tochter ernst an und raunte: „Geh mein Schatz.“
„NEIN!“ Tränen kullerten über Ashleys Gesicht. „Ich lasse dich nicht gehen.“
Damon klopfte nocheinmal und riss dann mit voller Wucht die Autotüre heraus. Ashley schrei erschrocken.
Die ganze Ladung Wasser stürzte ins Wageninnere und das Auto sank dadurch noch schneller. Ashley versuchte verzweifelt ihre Mutter zu befreien, doch Damon packte sie mit enormer Kraft an ihrem Arm und zerrte sie hinaus.
Sie wehrte sich erbittert, denn sie konnte nur an ihre Mutter denken.
Damon umschlang ihre Taille und zerrte sie an die Wasseroberfläche. Sie blickte angestrengt nach unten und versuchte aus Damons Griff zu entfliehen. Doch es half nichts. Das war das letzte Mal, dass sie ihre Mum sah.
Sie tauchten auf. Damon schnappte nach Luft, so auch Ashley. Sie spuckte das Wasser aus und zerrte wieder an Damons Arm, der sie immer noch umklammerte. „Lass mich los“, schrie sie und kratzte ihn. Damon hielt sie jedoch eisern fest und knurrte: „Das ist der Dank dafür, dass ich dich gerettet habe?“
„Meine Mutter ist dort unten. Ich muss sie retten!“, konterte sie und strampelte heftiger.
Plötzlich wurden sie von jemanden angegriffe. „Hey was soll das?“, brüllte Damon, der schon ahnte wer es sein könnte.
Beide wurden nach unten gezogen.
Und es sah so aus als würden sie es nicht mehr an die Oberfläche schaffen.



Sam schrak schweißgebadet aus dem Traum auf. Er atmete tief durch. Dann versuchte er sich an den Inhalt des Traumes bzw der Vision zu erinnern.
Er weckte seinen Bruder, der längst schon wieder da war und erzählte ihm von seinem Traum.
Ashley war in größer Gefahr. Bobby war nicht hier und konnte ihnen nicht beistehen. Also mussten sie die Sache selbst in die Hand nehmen und Leben retten.
Was sie nicht wussten war, dass es wahrscheinlich keine Rettung mehr gab.

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BeitragThema: Kapitel 11   Di März 29, 2011 8:50 pm

Die Sonne brannte vom Himmel herunter. Ausgerechnet heute, wo es so schön ist müssen wir zu Oma. Ich habe nichts gegen meine Oma. Ich liebe sie, ehrlich. Aber ausgerechnet heute fahren wir zu ihr, um sie zu besuchen.
„Ashley steig endlich in den Wagen!“, rief meine Mum mir genervt zu. „Warte doch, Oma lauft uns schon nicht davon“, antwortete ich sarkastisch. Meine Mum murmelte noch irgendetwas Unverständliches und stieg dann ins Auto. Wenn sie jetzt ohne mich fährt ist mir es auch recht. Ich hab etwas Besseres zum tun. Normalerweise wäre ich heute mit Damon verabredet gewesen. Als ich den Namen dachte, sah ich sein wunderschönes Gesicht vor mir. Seine braunen Augen, sein Lächeln ….Schluss damit. Ich muss mich zusammenreißen. Ich schüttelte den Kopf, um die Gedanken zu verscheuchen. Damon hat mir verziehen, eigentlich war er kann nicht sauer gewesen. Er hat zwar so gewirkt, aber….ach egal ich bin froh, dass er sich mit mir treffen wollte. Aber heute ging es nicht. „HMPF“ Dann muss ich halt an einen anderen Tag fragen.
Ein Hupen durchriss meine Gedanken.
Zuerst dachte ich meine Mum war schon so sehr genervt, dass sie die Hupe dazu missbrauchte, ich meine gebrauchte um mich zu erschrecken. Doch so war es nicht.
Als ich den schwarzen Impala erblickte, musste ich unwillkürlich grinsen. Die zwei Jungs waren mir schon total ans Herz gewachsen. Wem würden sie das nicht. Die beiden waren total attraktiv, mutig und hatten Sinn für Humor …. Schluss damit. Ich denke einfach zu viel an Jungs. Wieder schüttelte ich den Kopf, um meine „schlimmen“ Gedanken zu verscheuchen.
Ich winkte den beiden und rannte die Treppe herunter.
Als plötzlich mein Handy klingelte. Abrupt blieb ich stehen. Da ich gelaufen bin um besagte Jungs zu begrüßen und daher eine hohe Geschwindigkeit drauf hatte, strauchelte ich und fiel hin. „Oh ….nein!“ Mein Handy glitt aus meiner Hand und segelte Richtung Straße. Es zerbarst auf der Straße. Ich verbarg mein Gesicht in meinen Händen.
Der Anrufer ist Damon gewesen, was unschwer an seinem wunderschönen Photo zu erkennen gewesen ist.
„Ich bin verflucht!“, jammerte ich.
Langsam rappelte ich mich hoch und schmollte. Die Welt ist so ungerecht.
Dean stieg aus seinem Auto und hob die Überreste auf. Er grinste und ging zu mir.
„Was grinst du so blöd?“, fauchte ich ihn an.
Er hielt mir mein „tolles“ Handy hin und beugte sich zu meinem Ohr.
„Du bist doch eine Hexe, wieso machst du das nicht ungeschehen.“
Plötzlich machte es Bing in meinen jungsdenkenden Schädel und ein Licht ging auf.
Das ist zwar jetzt peinlich, aber ich habe mir letztes Mal „Die Zauberer von Waverly Place“ angesehen und die Sprüche ausprobiert, auch wenn sie sich albern anhören, funktionieren sie alle einwandfrei.
Ich lächelte und umarmte Dean, der total überrascht war, um die Umarmung zu erwidern.
Ich schnappte mir die Überreste und rannte in mein Zimmer. Meine Mum rief mir noch irgendetwas hinterher, doch das verstand ich nicht.
Ich warf mein kaputtes Handy auf das Bett und konzentrierte mich. „Muss ich diese alberne Bewegung auch machen?“, fragte ich mich selbst. Ich überlegte kurz und entschloss fürs erste mit der Bewegung zu versuchen.
„Mcfluxi zuruxi“, rief ich und vollführte die Bewegung.

Ein Hupen durchriss meine Gedanken.
Zuerst dachte ich meine Mum war schon so sehr genervt, dass sie die Hupe dazu missbrauchte, ich meine gebrauchte um mich zu erschrecken. Doch so war es nicht.
Als ich den schwarzen Impala erblickte, musste ich unwillkürlich grinsen. Die zwei Jungs waren mir schon total ans Herz gewachsen. Wem würden sie das nicht. Die beiden waren total attraktiv, mutig und hatten Sinn für Humor …. Schluss damit. Ich denke einfach zu viel an Jungs. Wieder schüttelte ich den Kopf, um meine „schlimmen“ Gedanken zu verscheuchen.
Ich rannte nicht zu ihnen, denn ich wusste, dass gleich mein Handy klingeln würde.
Und siehe da mein Handy klingelte und Damon erschien auf dem Display. „Ja“, rief ich und streckte triumphierend meine Hand gen Himmel.
Meine Mum stieg aus dem Auto und runzelte die Stirn. „Irgendwie hatte ich jetzt ein Deja-vu“, erzählte meine Mum. Ich lächelte und meinte: „Mum, du und deine Fantasie. Ich komme gleich, muss kurz telefonieren.“
Sie rollte mit den Augen und saß sich wieder auf den Fahrersitz.
„Hey Damon. Wie geht’s?“
„Hi. Gut soweit und dir?“
„Bestens.“
„Ashley, was ich dich fragen wollte…“
„Schieß los“
„Wie lange dauert eure Fahrt?“
„Äh..“
Also darauf war ich nicht gefasst. Alles aber nicht diese Frage.
„Ich denke so um die 2 Stunden, wieso willst du das wissen?“
Er lachte.
„Habe ich die verwirrt?“
„Das kann man so sagen!“
„Keine Sorge, du wirst es noch früh genug erfahren. Ich muss jetzt .bye“
Er hatte aufgelegt. Komisch…..ich zuckte mit den Achseln und steckte das Handy in meine Hosentasche.
Ich marschierte zu unseren roten Käfer und wollte gerade einsteigen, doch Dean hielt mich zurück. Er zerrte mich vom Auto weg und sah mich ernst an. Kein Grinsen…kein Deangrinsen. Oh oh. Was ist passiert? Bobby?
Ohne nachzudenken stellte ich die Frage: „Ist Bobby tot?“
Dean sah mich verwirrt an und fragte: „Wie kommst du denn jetzt darauf?“ Ich runzelte die Stirn und antwortete: „Du lächelst nicht. Irgendwas Schlimmes ist passiert.“
„Äh…ich denke Bobby ist nicht tot. Jesse will ihn bestimmt als Köder benutzen. Unsere Suche war bis jetzt erfolglos.“ Er senkte den Kopf und grübelte. Ich wartete bis er wieder den Blick hob, um sein Anliegen vorzubringen.
Es dauerte eine Ewigkeit, vielleicht hat er mich vergessen?
Ich löste mich aus seinen Griff und öffnete die Beifahrertür. Meine Mutter sah mich wütend an und fragte genervt: „Bist du endlich fertig, wenn ja beweg deinen süßen Hintern und steig endlich ein.“ Ich streckte ihr die Zunge heraus und saß mich rein.
Dean, der endlich geschnallt hatte, dass ich weg war, umklammerte krampfhaft die Autotür und ließ nicht zu, dass ich sie schließe.
„Dean, was soll das. Tu deine Pranken von der Türe“, rief ich empört.
„Nein!“, sagte er entschieden. „Du wirst nicht in diesem Auto wegfahren. Du wirst in den nächsten Tagen, überhaupt nirgendwohin fahren. Hast du mich verstanden?“
„Was ist in die gefahren?“, fragte ich leicht verwirrt. „Hör auf mit dem Scheiß und lass uns endlich wegfahren.“
Sam Winchester trat hinter seinen Bruder und starrte mich ernst an. „Ashley, hör mir bitte zu.“ Ich seufzte und gab mich geschlagen. „Okay Jungs, bitte erklärt mir was los ist.“ Ich musterte beide und wartete auf ihre Geschichte.
Sam war der erste, der sprach: „Okay, ich denke du sollst es erfahren. Es geht schließlich um dich!“
Ich wartete. „Es klingt unglaublich und natürlich wirst…“ „Komm auf den Punkt!“, unterbrach ich ihn ungeduldig.
Sam und Dean sahen sich an und einigten sich schließlich, mich aufzuklären. Dean ließ die Autotür los und ergriff das Wort. „Sam hatte eine Vision.“ Das Wort Vision ließ mich aufhorchen. Wenn der Satz so begann, dann bedeutete das nichts Gutes.
Dean fuhr fort: „Er hat dich und deine Mutter gesehen. In diesen Auto und du hattest dasselbe an wie jetzt. Einen roten Parka. Doch das schlimme daran ist, dass dein so genannter Damon, dich und deine Mum töten will.“ „WAS??“, schrie ich aufgebracht. „Ok, du bist eifersüchtig auf ihn, aber….aber so einen Quatsch zu erzählen…Das ist unerhört!“ Zornig schlug ich die Tür zu.
„Mum wir können fahren.“ Dean hämmerte gegen die Autotür und rief: „Ashley, das ist die Wahrheit….mach auf!“ Doch das andere Geplapper wurde weitgehend gedämpft.
Ich war so wütend. Ich verschränkte die Arme und schloss meine Augen. Ich atmete tief ein und langsam wieder aus. Das wiederholte ich einige Male.
Meine Mum hatte schon längst den Motor gestartet. Unser Haus bzw. die Winchesterbrüder waren nicht mehr zu sehen.
Ich machte mir es im Beifahrersitz gemütlich und dachte an Damon.


Es war nicht einmal eine Woche her. Als wir uns zum ersten Mal geküsst hatten. Ich spürte noch immer seine weichen Lippen auf meinen. Sein Parfum….hm köstlich, ich konnte es immer noch riechen. Tabac Men Silver. So hieß der Duft bzw. das Parfum.
Er war sanft zugleich aber auch leidenschaftlich. Der beste Kuss den ich je bekommen habe.
Oder die Tage im Cafe. Die waren auch so toll. Ich konnte ihm alles anvertrauen. Egal ob ich Streit mit meiner Mutter hatte oder traurig über den Verlust von Jeremy war. Er war immer bei mir und fing mich auf, bevor ich in ein tiefes schwarzes Loch aus Kummer und Schmerz fiel.
Doch wenn er auch noch so süß ist und ich sehr gerne bei ihm bin, fühle ich mich aber immer recht unsicher. Na ja unsicher ist untertrieben. Ich bekomme öfters eine Gänsehaut, wenn ich in seiner Nähe bin. Er strahlt eine sehr starke, böse Aura aus. Ich will nicht behaupten er ist böse, oder doch? Ich weiß es nicht. Seine Stimmung ändert sich auch immer so schnell. Erst ist er fröhlich, lustig und total lieb und dann von einer Sekunde auf die andere ist er leicht reizbar, wütend auf alles und überhaupt nicht zum Scherzen aufgelegt.
Na ja, er ist ein Mann. Von Männern kann man nichts anderes erwarten.

Ich musste bei diesen Gedanken lächeln. Dean war der gleiche, also ist Damon ein ganz normaler Mann.
Meine Mum sah kurz zu mir. „Wieso lächelst du?“, fragte sie neugierig. Ich sah meine Mum an und grinste immer noch. „Ach nichts.“ „Nach nichts sieht das aber nicht aus.“ Sie lächelte mich herzlich an und wandte sich wieder der Straße zu. „Wir sind spät dran“, meinte sie und
starrte angestrengt auf die Landstraße, die wie eine endlose dunkle Schlange vor ihr lag, während sich ihre Finger um das Lenkrad krampften, und trat das Gaspedal bis zum Anschlag durch. Die Fahrbahn war nicht besonders breit und wand sich in engen Kurven und Kehren neben einer schmalen Wiese entlang. Links von der Straße kroch dichter Laubwald einen leicht ansteigenden Hügel empor. Die Baumwipfel hatte der Frühling grün gefärbt. Den rechten Straßenrand säumten vereinzelte Eichen, Buchen und Birken sowie dicht belaubte Sträucher, die hier und da von stacheligen Brombeergestrüpp überrankt waren: Weide, Haselnuss und Holunder.
Noch bis vor kurzem musste es hier geregnet haben, denn der Asphalt war schwarz vor Nässe. Der schlüpfrige Belag gleißte im Licht der tief stehenden Sonne des späten Nachmittags. Die Laubschatten der Bäume und Büsche, die wie eine Horde düsterer Truggestalten über die Straße dahinflogen, erschwerten die Sicht zusätzlich.
Mum allerdings schien das nicht zu stören. Mit unverminderter Geschwindigkeit raste sie auf die nächste Kurve zu, bremste erst dicht davor ab, um dann, kaum dass sie die Kehre mit quietschenden Reifen gemeistert hatte, erneut stark zu beschleunigen. Rasch nahm sie ihr schwarzes Handy aus ihrer Tasche im Fußraum, drückte die Wahlwiederholungstaste, hob es erwartungsvoll ans Ohr, nur um Momente später enttäuscht aufzustöhnen: „Joey, verdammt noch mal! Warum meldest du dich nicht?“
Ich warf meiner Mutter einen verwunderten Blick zu. Wieso rief sie Dad an? War der nicht auf Geschäftsreise.
Meine Mutter bemerkte meine Blicke gar nicht. Ihre Finger trommelten unruhig auf das Lenkrad, während sie den rechten Fuß auf das Gaspedal presste. „Jetzt mach schon!“, stöhnte sie, als könnte sie den betagten Motor dadurch zu größerer Leistung anspornen.
Ich zog kurz die Brauen hoch, bevor ich mich abwandte und die Nase gegen die Seitenscheibe drückte. „Ist Beth eigentlich in Sicherheit?“ Mum warf mir einen kurzen Seitenblick zu und antwortete gepresst: „Natürlich, Ashley. Ich verstehe dich nicht. Du bist in letzter Zeit so komisch. Als würdest du mir irgendetwas verheimlichen.“ Für einen kurzen Moment entgleiste mir mein gleichgültiger Gesichtsausdruck in eine Schockmaske. Schnell fasste ich mich wieder und meinte: „Wie kommst du denn auf so was?“
„Du bist öfters mit diesen drei Jungs zusammen gewesen….“ Eine lange Pause entstand. Ich wartete geduldig, was würde wohl jetzt kommen.
Meine Mum sah mich ernst an und fragte: Bist du….schwanger?“
Es war totenstill im Auto.
Dann brach ich in schallendes Gelächter aus. „Wie kommst du denn auf so was?“, stieß ich hervor und krümmte mich vor Lachen.
„Buh, da bin ich erleichtert. Ich dachte schon…“ Meine Mum musste mitlachen.
Als wir uns beide wieder eingekriegt hatten, ging die lange Fahrt leise fort.
Gelangweilt starrte ich auf das silbrige Band des Baches, der munter durch das Tal dahinfloss und ebenso viele Schleifen hatte wie die Straße, die ihn über weite Strecken begleitete.
Nachdem der rote VW Käfer um die nächste Kurve geschlittert war – wieder quietschten die Reifen wie aus Protest über das irrwitzige Tempo gequält auf -, öffnete sich das Tal zu einem weitläufigen, beinahe kreisrunden Kessel, der fast vollständig von einem See bedeckt war – dem Nebelsee, so wurde er genannt. Das jenseitige Ufer war flach und von einem breiten Schilfgürtel gesäumt, während das diesseitige dicht an der Straße steil abfiel.
Ich blinzelte und starrte wortlos auf die spiegelglatte Wasseroberfläche, die sich gut drei Meter unterhalb des Autos erstreckte. Sie glitzerte im Licht der milden Märzsonne. Goldene Lichtreflexe tanzten darauf, als hätten sich gleich mehrere Elfenvölker zu einem spätnachmittäglichen Ringelreihen verabredet. Ich beobachtete das Spektakel und bemerkte etwas. Für kurze Zeit hatte ich etwas an dem kleinen Auto vorbeirasen gesehen. „Was war denn das?“, fragte ich verwundert. Mum blickte hektisch zur Seite. „Was denn?“
„Irgendwie ist da etwas vorbeigelaufen, doch das war so schnell, ich konnte überhaupt nicht erkennen was es war“, erklärte ich.
Meine Mutter spähte zur Seite – die nächste Kurve war noch ein gutes Stück entfernt – auf die Fahrbahn. Doch da war nichts Ungewöhnliches oder schnelles. Nach einem erneuten Blick auf die Straße vor ihr schaute sie mich verwundert an. „Tut mir leid, Ashley, aber ich habe keine Ahnung, was du meinst. Ich sehe nichts!“
Ich verschränkte die Arme und murmelte: „Ist ja wohl klar. Es war ja auch schnell.“
„Ja was denn?“ Meine Mutter klang genervt.
„Das weiß ich doch nicht“, begann ich. „Hast du nicht zugehört? Es war zu schnell!“
„Nicht in diesen Ton, Fräulein!“ Mum sah mich streng an.
„Entschuldigung“, erwiderte ich. Sie seufzte.
„Manchmal kannst du einem schon den letzten Nerv – “
In diesem Moment sah sie einen großen schwarzen Hund und einen Mann, komplett in Schwarz gekleidet.
Die beiden standen mit einem Mal mitten auf der Fahrbahn.
„Neeinnn!“, schrie Mum auf, während sie vom Gas ging und mit aller Gewalt auf die Bremse trat. Doch es tat sich nichts. Der rote Käfer schoss mit unverminderter Geschwindigkeit auf die beiden zu, die regungslos an Ort und Stelle verharrten und das Auto unverwandt anstarrten, insbesondere mich. Meine Augen wurden groß vor Verwunderung.
„Damon?“, flüsterte ich überrascht.
Damon und dieses Biest, das mich erst vor kurzem aus heiterem Himmel angegriffen hatte, befanden sich noch höchstens zwanzig Meter vom Auto entfernt!
Noch fünfzehn!
Zehn!
„Halte dich fest, Ashley!“, schrie Mum, während sie das Lenkrad reflexartig nach rechts riss, um die Kollision mit den beiden zu vermeiden.
Durch die plötzliche Richtungsänderung wurde ich wie von einer Riesenfaust in den Gurt gepresst.
Das Heck des Wagens brach aus, und das Auto geriet ins Schleudern. Verzweifelt versuchte meine Mum gegenzulenken und das Gefährt auf der Fahrbahn zu halten, doch es half alles nichts.
Sie verlor die Kontrolle über den Wagen, der nun im wilden Zickzack über den unbefestigten Seitenstreifen schlingerte, nur um Haaresbreite am Stamm einer wuchtigen Eiche vorbeischrammte, einen Weidenbusch streifte und dann direkt auf das Steilufer zuraste. Für einen Moment sah es so aus, als das Fahrzeug umkippen, wurde dann jedoch in die Luft katapultiert. Gleich einen überdimensionalen Marienkäfer segelte es mehrere Meter weit, bevor es mit einem lauten Aufklatschen im Wasser landete. Obwohl die Ereignisse wie in Zeitlupe vor meinen Augen abzulaufen schienen, war alles so schnell gegangen, dass ich keine Zeit gehabt hatte zu schreien. Überraschenderweise verspürte ich nicht den geringsten Schmerz. Ich hatte den Unfall offensichtlich heil überstanden.
Meine Mutter dagegen wirkte leicht benommen. Die Hände immer noch um das Lenkrad gekrampft, saß sie reglos wie eine Puppe auf dem Fahrersitz und starrte mit aufgerissenen Augen durch die Windschutzscheibe aufs Wasser, durch das der Wagen, noch immer angetrieben von der Wucht des mächtigen Satzes dahinglitt. Der See musste an dieser Stelle, rund zwanzig Meter vom Ufer entfernt, schon recht tief sein, und das Auto begann rasch zu sinken. Bald reichte das Wasser bis zum Radkasten des Käfers und drang mit aller Macht durch die Ritzen der Autotüren. Der Innenraum füllte sich so rasch, dass das Wasser mir schon nach wenigen Augenblicken bis zur Mitte der Waden reichte. Ich warf einen verzweifelten Blick zu meiner Mutter und rüttelte sie. „Mum, wach auf!“, rief ich voller Angst.

Derweil stand Damon oben, neben sich den schwarzen Hund und betrachtete die Szene. Ein zufriedenes Lächeln zuckte über seinen Mund. „Es tut mir ja so leid, doch du hast mir keine andere Wahl gelassen.“ Er sah zu, wie der Wagen immer schneller sank. Plötzlich beugte er sich vor, da er etwas bemerkte. Im Wageninneren klopfte jemand an die Windschutzscheibe. Es war Ashley. Sie rief ihm etwas zu, was er trotz dieser Entfernung natürlich verstand. Sie bat um Hilfe. Wieso tat sie das, fragte er sich selbst. Ich bin schuld an ihrem Unglück. Er lächelte bösartig und schüttelte den Kopf langsam.
Doch plötzlich erinnerte er sich an ihre gemeinsamen Stunden. Irgendwie hatte er sie gern, aber der Befehl seines echten Bosses lautete: „Vernichte die Hexe.“
Er beobachtete das geliebte Gesicht eine zeitlang.
Dann sprang er ins kalte Wasser.

Da erst kam Leben in meine Mum. Zum Glück schien auch sie unverletzt zu sein. Jedenfalls konnte ich keine Wunden entdecken.
„Raus hier! Schnell“, herrschte sie mich an, während sie versuchte ihren Sicherheitsgurt zu lösen, doch er klemmte.
Ich schüttelte den Kopf und meinte: „Ohne dich gehe ich nicht!“
„Hör auf damit. Bring dich in Sicherheit!“
Ich beugte mich zu meiner Mutter und zerrte an dem Gurt, doch er wollte sich nicht lösen. Panik stieg in mir hoch. Ich konnte doch meine Mutter nicht in Stich lassen.
Plötzlich klopfte jemand an das Fenster neben mir. Ich schnellte herum und blickte in das grinsende Gesicht von Damon. Er versuchte durch Handbewegungen mir klarzumachen das Fenster herunterzukurbeln, doch ich schüttelte entschieden den Kopf.
Ohne meine Mutter ging ich nicht und überhaupt hatte er an dem Unfall Schuld. Damons Lächeln erstarb.

Jetzt wollte er sie retten und jetzt war sie nicht einverstanden, verstehe jemand die Frauen.

Mum sah mich ernst an und raunte: „Geh mein Schatz.“
„NEIN!“ Tränen kullerten über mein Gesicht. „Ich lasse dich nicht gehen.“
Damon klopfte noch einmal und riss dann mit voller Wucht die Autotüre heraus. Ich schrie erschrocken.
Die ganze Ladung Wasser stürzte ins Wageninnere und das Auto sank dadurch noch schneller. Ich versuchte verzweifelt meine Mutter zu befreien, doch Damon packte mich mit enormer Kraft an meinen Arm und zerrte mich hinaus.
Ich wehrte mich erbittert, denn ich konnte nur an meine Mutter denken.
Damon umschlang meine Taille und zerrte mich an die Wasseroberfläche. Ich blickte angestrengt nach unten und versuchte aus Damons Griff zu entfliehen. Doch es half nichts. Das war das letzte Mal, dass ich meine Mum sah.
Wir tauchten auf. Damon schnappte nach Luft, so auch ich. Ich spuckte das Wasser aus und zerrte wieder an Damons Arm, der mich immer noch umklammerte. „Lass mich los“, schrie ich und kratzte ihn. Damon hielt mich jedoch eisern fest und knurrte: „Das ist der Dank dafür, dass ich dich gerettet habe?“
„Meine Mutter ist dort unten. Ich muss sie retten!“, konterte ich und strampelte heftiger.
Plötzlich wurden wir von jemanden angegriffen. „Hey was soll das?“, brüllte Damon, der schon ahnte wer es sein könnte.
Wir beide wurden nach unten gezogen.


Die Sonne verschwand langsam hinter dem Horizont und die Dämmerung breitete sich langsam über die kurvige Straße aus. Es fing zum Regen, zuerst leicht, dann immer stärker. Irgendetwas braute sich zusammen.
Dean trat das Gaspedal durch. Der Impala schoss in die Nacht. Er passierte immer sehr knapp die Kurven. „Wo passiert der Unfall?“, fragte Dean gereizt. Seine Nerven waren bis zum äußersten gespannt. Würden sie es noch rechtzeitig schaffen. Sie war echt wütend auf ihn gewesen. Er wollte nicht, dass sie starb. Ihn hasste.
„Ich hab es dir doch schon gesagt. Dort wo das Geländer fehlt“, erklärte Sam zum Hundertsten Mal. Dean schlug wütend auf das Lenkrad. „Das hilft nicht so viel Sam. Ich brauche mehr Informationen.“ „Da war kein Schild oder dergleichen!“, rief Sam laut. Wenn sein Bruder streiten wollte, dann kann er es gerne haben. Seit Ashley die Autotür vor seiner Nase zugeschlagen hatte, war er so streitlustig.
„Wir waren dicht hinter dem VW-Käfer. Und plötzlich war er weg“, versuchte Dean das Thema zu wechseln. Er wollte nicht, dass auch noch Sam auf ihn wütend war. Er konnte das nicht ausstehen. „Dieses Arschloch hat nur mit der Kleinen gespielt!“, rief er wütend.
Sam musste lachen. Auch wenn die Situation aufs Äußerste gespannt war, brachte Dean immer wieder zum Lachen. Dean sah ihn an, als wäre er auf Drogen.
Sam seufzte tief. Was konnte man von einem Dämon schon erwarten? Sam sah seinen großen Bruder an und stellte fest: „Dir liegt etwas an Ashley!“ Dean schnaubte und starrte angestrengt auf die Straße, die schon sehr schwer zu erkennen war.
„Dean?“ Dean sah seinen Bruder wieder an mit Tränen in den Augen. Das Wasser spiegelte sich silbrig und folgte ihnen in Serpentinen. Ein Flüstern aus seinen Tiefen stieg hoch.
Sam sah seinen Bruder geschockt an. Dean, weinte fast nie. Es musste ihn schon hart treffen, damit er eine Träne vergoss.
Dean bemerkte den merkwürdigen Blick seines kleinen Bruders und wischte schnell über seine Augen. „Mir ist etwas ins Auge geflogen.“
Sam seufzte, er hat es sich schon gedacht, dass Dean es nicht zugeben würde.
„An was hast du gedacht?“, fragte er ihn. Er empfand großes Mitleid mit Dean.
Dean schüttelte den Kopf. „An nichts!“, winkte er ab.
„Dean?!“ „Sam, hör auf, mir geht es gut!“, brüllte er ihn an.
Sam hob abwehrend die Hände und sah aus seinem Seitenfenster.
„STOP!!“, schrie er plötzlich.
Dean trat erschrocken auf die Bremse. Der Impala hielt schlitternd vor einem großen Loch im Geländer. Dean starrte ungläubig auf die Lücke, Sam war schon längst ausgestiegen und lehnte sich gegen das Geländer. Er sah nach unten. Doch da war nichts. Er rieb sich verzweifelt den Nacken. Waren sie zu spät?
Dean löste sich aus seiner Starre und stieg ebenfalls aus. Er schlug die Tür und hastete zu Sam. Er sah über den Rand und schlug gleichzeitig gegen das Geländer.
„Verdammt!“, rief er in die Nacht.


Mir ging langsam die Luft aus. Damon hatte mich schon längst losgelassen, damit ich nach oben schwimmen konnte, doch mir fehlte die Kraft. Jetzt versuchte er mich Hochzuschubsen, doch was auch immer uns hier unten festhielt, es würde uns nicht nach oben schwimmen lassen. Es wird uns töten. Der Gedanke durchzuckte mich, wie ein Blitz.
Ich werde sterben. Das war so klar, wie Kloßbrühe und Damon mit mir.
Eigentlich hätte er es verdient, sagt mein Verstand, doch mein Herz sagt: „Ich liebe ihn!“
Ich sah ihn an und nahm sein Gesicht in meine Hände. Damon starrte mich verwirrt an, drückte mich jedoch an sich. Es sah so aus, als würde er weinen, doch das kann man nicht genau sagen, denn überall war Wasser. Gerade als ich ihm einen Abschiedskuss geben wollte, kamen die ganzen Erinnerungen hoch.
Meine Mum, sie war zwar fast nie da, doch wenn ich sie brauchte, ließ sie alles liegen und stehn, um mir beizustehen oder einen Rat zu geben.
Jetzt….war sie tot. Ich war nicht immer lieb zu ihr gewesen, habe sie öfters genervt oder zur Weißglut getrieben. Die ganzen schlimmen Dinge, die ich zu ihr gesagt habe, tun mir so unendlich Leid. Sie fressen mich von innen auf, bis nichts mehr von mir übrig bleibt, außer einer leeren Hülle meines Ichs. Ich konnte sie nicht retten, obwohl wir uns das Wort gaben, immer aufeinander aufzupassen, egal was passiert.
Ich hab das Versprechen gebrochen.
Meine kleine Schwester Beth, sie war noch so klein, verstand aber so viel. Wer wird sie vor dem Bösen beschützen, wenn ich nicht mehr da bin. Mein Dad hatte keine Ahnung, was da draußen vor sich ging. Ich war eine Hexe und hätte die Macht sie in Sicherheit zu bringen. Sie tat mir so Leid. Wir haben uns öfters gestritten, wie es Schwestern so taten , doch ich habe ihr nie gesagt, wie lieb ich sie doch hatte und das sie mein ein und alles war. 
Die Erkenntnis traf mich hart. Sie wird es nie erfahren. Denn ich sterbe, genau in diesem Moment.
Ich bündelte meine ganzen Gedanken an sie und stellte mir ganz genau das Gesicht meines geliebten Engels vor, dann sandte ich mit aller Macht den einen Gedanken aus.
Beth, kleine Schwester, Ich hab dich ganz doll lieb!


Beth Parker schrak aus den Schlaf hoch. Sie sah sich um und wusste nicht, wo sie war. Sie betastete die Ledercouch und versuchte sich zu erinnern. Ach ja, sie war bei den Stones, weil Mum und Ash weggefahren sind.
ASH!! Sie hatte von ihr geträumt und hörte noch immer ihre Stimme klar und deutlich in ihrem Kopf widerhallen.
„Beth, kleine Schwester, Ich hab dich ganz doll lieb!“
Beth lächelte und schlief glücklich wieder ein, nichts ahnend, dass das wahrscheinlich die letzten Worte ihrer großen Schwester waren.


Hoffentlich hatte sie meine Nachricht bekommen.
Dad! Was soll ich sagen, ich sah ihn so selten und wenn wir zusammen waren, stritten wir uns die ganze Zeit, bis er wieder wegfuhr.
Die letzten Worte, die ich zu ihm sagte waren: Ich hasse dich!
Ich schluckte. Ich hatte einfach keine Kraft mehr ihm eine Nachricht zu senden.
Oh Nicole, wärst du nur hier, was hätte ich nur ohne sie getan. Sie brachte mich immer zum Lachen und wusste, wie man jemanden wieder aufheiterte. Ich kannte sie noch nicht lange, doch ich wusste, dass ich eine Seelenverwandte in ihr gefunden hatte. Sie war für mich wie eine Schwester.
Dann gab es noch Sam und Dean. Meine Retter in der Not, ohne sie hätte ich nie erfahren, dass ich eine Hexe bin und wäre auch blind durch die Welt gelaufen, ohne die Kenntnis, dass es mehr gab, als nur Menschen. Das Böse war überall, doch sie hatten mir die Augen geöffnet. Sie versprachen mir mich zu beschützen. Ich mache ihnen keine Vorwürfe. Ich habe ihnen von Anfang an erklärt, dass sie das irgendwann nicht mehr können. Und jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Ich würde die Jungs vermissen!
Damon, der Junge, der mein Herz zum Rasen brachte. Zuerst dachte ich, er wäre menschlich, doch tief in meinen Herzen wusste ich schon immer, dass er es nicht war. Ich wusste immer noch nicht, was er jetzt überhaupt war… das würde ich jetzt auch nicht mehr erfahren. Es war zu spät. Ich spürte, wie mein Herz schwächer schlug und ich spürte Damons Nähe immer weniger. Mir war so kalt…so furchtbar kalt.
„Ashley! NEIN!“
Wer rief mich da?
Eine Erinnerung blieb noch übrig.


Damon schüttelte verzweifelt den leblosen Körper seiner geliebten Ashley.
Sie wollte ihn küssen, er wusste es wäre ein Abschiedskuss gewesen, doch kurz davor hielt sie inne und ihr Blick wurde glasig. Er kannte diesen Blick, er hatte ihn zur Genüge gesehen und genossen, doch jetzt versetzte dieser Blick ihn in Panik. Das war der Blick, bevor man starb.
Sie durchlebte jetzt noch einmal ihr Leben. Sie sah all ihre geliebten Menschen und verabschiedete sich somit.
Ihr Körper war so kalt, kälter als das Wasser. Er war ein Dämon, er würde nicht so schnell sterben, solange das Wasser ungeweiht blieb, doch sie sterben zu sehen war weitaus schlimmer. Das war also Luzifers Strafe, sie nimmt mir das was ich liebe“, dachte er wütend und verzweifelt. Ein schallendes Gelächter hallte durch das Wasser und durch die Luft.

„Hast du das gehört?“, fragte Dean und sah sich um. Sam tat das gleiche. „Wer war das?“ Dean zuckte mit den Achseln und meinte: „Vielleicht ist Ashley überhaupt nicht in einen Unfall verwickelt gewesen, vielleicht hat dieses Wesen…dich das träumen lassen…vielleicht ist das eine Falle!“ Die beiden Brüder sahen sich an.

„Ashley, bitte, nein bitte, wach auf, komm zu mir zurück. Es tut mir so leid.“ Damon umklammerte sie. Für nichts in der Welt würde er den Körper dem Wasser überlassen. Er schluchzte und drückte sie noch fester an sich.

Jeremy. Kaum hatte ich den Gedanken ausgesprochen, war ich auch schon nicht mehr im kalten Wasser. Ich war auf einer wunderschönen Blumenwiese, die Sonne schien und erwärmte mich. Ich legte den Kopf in den Nacken und betrachtete den blauen Himmel, dann wandte ich mein Gesicht den warmen Sonnenstrahlen zu. Hier war es so schön, wenn das der Tod ist, dann würde ich hier bleiben.
„Ashley?“ Ich schloss die Augen. Ich kannte die Stimme. Ich hatte sie so lange nicht mehr gehört. Ich öffnete langsam meine Augen und wandte mich der Stimme zu.
Dort stand er in Jeans und einem weißen T-Shirt.
„Jeremy“, flüsterte ich und Tränen liefen meinen Wangen hinunter.
„Jeremy!“, rief ich und rannte auf ihn zu. Er breitete seine Arme aus und fing mich auf. Er hob mich hoch und wir drehten uns im Kreis. Dann setzte er mich wieder ab, hielt mich aber immer noch in seinen Armen. Ich umklammerte ihn fest, wie ein Ertrinkender den Rettungsring.
Ich weinte und er mit mir.
„Ich habe dich so vermisst“, flüsterte er, sein Körper wurde von Schluchzern geschüttelt. „Ich dich auch“, antwortete ich.
Wir verharrten eine Weile, dann ließ er mich los.
„Ashley, du musst zurück“. „Was? Aber…“ „Nichts aber, du musst das Böse aufhalten. Nur du kannst es…“ Er betrachtete meinen Hals und nahm die Kette in die Hand. „….mithilfe von Mooncrystal“, beendete er seinen Satz.
Ich sah ihm in die Augen und nickte langsam.
Ich wollte eigentlich nicht gehen. Endlich sah ich meinen besten Freund wieder. Sein Tod war das schlimmste, was mir je widerfahren ist.
Ich wollte nicht zurück, in diese kalte Welt.
Sie hatte mir alles genommen, meine Freunde, meine Mum…
„Ash?“ Ich tauchte aus meinen Gedanken auf und fragte: „Aber wie geht das. Ich bin so gut wie tot. Auch wenn ich zurückgehe, ich schaffe es nicht nach oben. Irgendetwas hält mich fest.“ Jeremy lächelte mich sanft an und meinte. „Ich werde dir helfen.“

Nass, kalt, Damon! Ich befand mich wieder in der realen, vom Bösen verseuchten Welt und vor mir war Damon. Er sah mich ungläubig an. Bevor ich mich versah wurde ich von einer Strömung erfasst und nach oben gerissen, an die Oberfläche.
Ich atmete tief ein. Luft, Sauerstoff. Ich war tatsächlich an der Oberfläche. Ein wütender Aufschrei hallte über das Wasser.

Sam und Dean wandten ihre Köpfe wieder dem Wasser zu, ein letztes Mal, dann würden sie so schnell, wie möglich hier verschwinden.
„Ashley!“, rief Dean. Er hatte sie als erster entdeckt.
Ohne groß zu überlegen, sprang er in das kalte Wasser.
Sam folgte ihm …

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BeitragThema: hey   Di März 29, 2011 8:51 pm

also mehr hab ich noch nicht ;D also die nächsten kapitels werden ein bisschen dauern aber ihr seid schon mit denen monsterkapiteln beschäftigt

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